Die Reiserücktrittsversicherung: Ein Thema bei Reisesucht

Süchte gibt es in den unterschiedlichsten Arten. Auch in Bereichen, bei denen sich die meisten Menschen eventuell auftretende Suchtprobleme wahrscheinlich gar nicht vorstellen können. Die Reisesucht dürfte in diese Kategorie fallen. Wie bei anderen Reisen auch empfiehlt es sich hier eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, wobei das natürlich nicht das dringendste Problem ist. Vielmehr ist die Reisesucht selbst eine Krankheit, die man keinesfalls unterschätzen sollte, denn es liegt in der Natur der Sache, dass die Befriedigung dieser Sucht mit teilweise hohen Geldausgaben verbunden ist, denn Reisen ist ja nicht unbedingt das günstigste Hobby.

Fernweh und Reisesucht

Keinesfalls sollte man Fernweh mit einer Reisesucht gleichsetzen. Fernweh, das Gefühl unbedingt in den Urlaub zu müssen, kennt sicherlich jeder. Die meisten wissen aber auch, dass es nicht so einfach ist, diesem Gefühl sofort nachzugeben. Der Flucht von zu Hause stehen nämlich einige Dinge im Weg, die sich nicht so einfach beiseiteschaffen lassen. Als Beispiel wäre hier etwa der fehlende Urlaub zu nennen. Auch private oder berufliche Pflichten lassen sich mitunter nicht einfach so verschieben und stehen somit dem Wunsch nach einer Reise im Weg. Und natürlich fehlt vielen auch schlicht und ergreifend das nötige Geld, um auf Reisen zu gehen. Reisesüchtige interessiert das aber meist wenig bis gar nicht. Sie werden dominiert von dem Gedanken, weg zu müssen. Das gesunde Maß an Fernweh, das vielen Menschen so vertraut ist, äußert sich bei von Reisesucht betroffenen als Fluchtgedanke, dem sie sich nicht oder kaum widersetzen können.

Wie Reisesucht entsteht

Die Gründe, die für die Entstehung einer Reisesucht führen, können vielfältig sein. Allen gemeinsam ist, dass diese Art der Sucht, wie die meisten anderen Süchte auch, schleichend auftritt. Das heißt, die Betroffenen bemerken zunächst einmal gar nicht, dass sie sich in einer Spirale befinden, die immer wieder auf die nächste Reise hinarbeitet. In der Regel liegen die Ursachen der Reisesucht in privaten, beruflichen oder finanziellen Problemen der Betroffenen. Durch Verreisen versuchen diese dann, Abstand zu ihren Problemen zu gewinnen. Nun ist Abstand manchmal gar nicht so schlecht. Er kann durchaus dabei helfen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen und sich der Probleme, deren Ursache und der Möglichkeiten ihrer Behebung bewusst zu werden. Bei vielen Menschen klappt das auch, einige jedoch haben weniger Erfolg. Diese Gruppe beginnt dann über kurz oder lang vor den Problemen zu flüchten, indem sie immer wieder neue Reisen antreten. Die Ursache einer Reisesucht sind in der Regel Probleme im privaten Bereich. Diese können finanzieller Natur sein, aber auch im zwischenmenschlichen Bereich liegen. Überforderung im Alltag, sowohl in privater als auch beruflicher Hinsicht, können ebenfalls zur Entstehung einer Reisesucht beitragen. Irgendwann stellen die Betroffenen dann fest, dass die Flucht, also das Verreisen, für sie augenscheinlich die bequemste und einfachste Methode ist, den immer größer werdenden Problemen zu entgehen. An diesem Punkt beginnt die Reisesucht, das Leben des Betroffenen zu dominieren.

Mittel gegen Reisesucht

Das einfachste Mittel gegen Reisesucht ist natürlich einfach nicht mehr zu verreisen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Betroffene, die ihre Reisesucht frühzeitig bemerken, können aber dennoch etwas dagegen tun. In erster Linie sollten sie sich natürlich um die ursächlichen Probleme kümmern. Aber das alleine hilft in den meisten Fällen nicht. Die Sucht nach dem Verreisen, versucht sich nämlich immer noch durchzusetzen. Man kann aber versuchen, sie anderweitig zu befriedigen. So müssen die Reisen ja nicht zwangsläufig in die weite Welt führen. Es kann auch die nähere Umgebung erkundet werden. Tagesausflüge, vielleicht auch mit dem Fahrrad, bieten sich hier besonders an. In frühen Stadien der Reisesucht können solche „Reisen“ durchaus genügen. Auch das Beschäftigen mit dem eigenen Garten, das Lesen von Reiseführern oder das Kochen von Gerichten aus fernen Ländern kann der Reisesucht in gewissem Rahmen entgegenwirken. Selbst ein Besuch am Flughafen oder Hafen kann schon genügen.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Die Tatsache, dass die Reisesucht augenscheinlich niemandem direkt schadet, sorgt dafür, dass sie von Außenstehenden erst sehr spät als Problem angesehen wird. Die Betroffenen selbst befinden sich dann aber schon in einer Phase, in der sie derart von ihrer Sucht gefangen genommen sind, dass sie alleine so gut wie keinen Ausweg mehr daraus finden. Es ist deshalb immens wichtig, dass Bekannte und Freunde versuchen, dem Süchtigen seine Lage zu erklären. Auch Außenstehende können sich in solchen Fällen an Ärzte, Therapeuten oder Suchtzentralen wenden, um sich beraten zu lassen. In den meisten Fällen ist es so durchaus möglich, Reisesüchtige zu einem Besuch beim Arzt oder bei einem Therapeuten zu bewegen. Der erste Schritt heraus aus der Reisesucht ist somit getan.

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