Drogensumpf: Woher das Geld für eine Kücheneinrichtung nehmen?

Mit der Drogensucht geht ein weiteres Thema einher, das neben den Drogen für eine große Veränderung im Leben verantwortlich ist. Die Rede ist von finanzieller Not und der damit verbundenen Beschaffungskriminalität. Diese führt, oft in weit schlimmerem Maße als die Drogensucht selbst, zu einer dauerhaften Verschlechterung der Lebenssituation. Ist die Sucht nach einem Entzug auch unter Kontrolle, dauert es dennoch noch Jahre, bis die strafrechtlichen Konsequenzen besiegt sind, die finanzielle Lage, zum Beispiel durch eine Privatinsolvenz, wieder annähernd tragbar ist.

Schulden für Drogen: Kriminalität als Folge

Am Anfang ist es bei den meisten Drogensüchtigen noch etwas, wie einmal „richtig weggehen“, wenn sie sich Drogen kaufen. Oft machen die Süchtigen ihre ersten Erfahrungen ja, ohne dass sie etwas bezahlen müssen. Sie bekommen von Freunden eine „Aufmunterung“ oder werden auf hinterlistige Weise von Dealern mit den Suchtmitteln in Kontakt gebracht. Immer wieder hört man von Geschichten, in denen Drogenhändler Mädchen süchtig machen, um sie dann in Händen zu haben – sie zur Prostitution zwingen und ausbeuten. Die Kriminalität ist aber auch bei einem freiwilligen Weg in die Drogensucht ein unvermeidbares Thema. Sehr reiche Personen können sich vielleicht neben ihrer Sucht nach Kokain, Marihuana oder sogar Heroin noch eine tolle Kücheneinrichtung, unter anderem auf www.dunstabzugshauben-shop.de beschaffen. Für die drogenabhängige junge Mutter, die das Ende der Beziehung, die fehlende Zukunftsperspektive ohne Job und allein mit Kind nicht ertragen kann und deshalb ihre Sorgen mit Drogen bekämpft, sieht das allerdings anders aus. Das Jugendamt holt nicht selten Kinder aus Haushalten, in denen alles auf die Drogen ausgerichtet ist und die Kinder absolut vernachlässigt werden. Hier wird kaum gekocht, denn die Kücheneinrichtung fiel längst der Drogensucht zum Opfer – zum ausgewogenen Essen reichen weder Geld noch Interesse.

Bei normalen Verdienern sind die Rücklagen nach Beginn der Sucht schnell aufgebraucht. Die Sucht fordert aber ihren Tribut und verlangt nach Nachschub. Zunächst helfen vielleicht Angehörige noch – nach Ausreden, für was das Geld gebraucht wird. Dann aber scheidet sich die Drogenlaufbahn: Die einen – wenigen – schaffen jetzt den Absprung, weil sie niemals stehlen oder sich prostituieren würden. Die anderen sind zu labil, um sich jetzt noch zu wehren: Sie versinken in einem Sumpf aus Kriminalität, die selbst vor den liebsten Menschen nicht Halt macht. Sie bestehlen Eltern und Freunde, betrügen am Arbeitsplatz oder landen wirklich auf dubiose Weise in der Rotlichtszene, überwinden sich, Dinge zu tun, deren Ertrag dann gerade reicht, die Sucht zu bedienen.

Strafanzeigen flattern in das Haus, die Bewährungsstrafen wegen kleinerer Delikte nehmen zu und irgendwann wird auch eine Haft von den Gerichten angeordnet. Oft schreiten die Behörden aber auch vorher schon ein und ordnen eine Entziehungskur als Bewährungsauflage an. Die drohende Haft, die dann auch einen sogenannten kalten Entzug nach sich ziehen kann, ist dann für viele Drogensüchtige ein abschreckendes Mittel: Sie ziehen den Entzug durch und schaffen es, aus der Sucht heraus zu kommen.

Die finanzielle Situation nach einem Entzug

Ein Beispiel, wie ein Entzug schon in jungen Jahren ablaufen kann, zeigt der Artikel auf http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,447065,00.html. Auch die Rückfallthematik wird hier behandelt. Wer freiwillig auf Entzug ist, kann diesen beenden, aber auch bei verurteilten Süchtigen in einer Entzugsklinik kommt es zu Flucht oder Fluchtversuch. Zurück in der Misere, verschlimmert sich die Lage aber weiter. Wichtig neben dem Loslassen von Droge und Sucht ist es, neue Perspektiven zu erblicken, die aber von den Altlasten deutlich beschwert sind. Bei anderen Krankheiten kommt man nach der Genesung zurück in sein altes Leben: Nach der Drogensucht ist nichts mehr, wie es war.

Die finanzielle Lage ist eigentlich nicht vorhanden – ein Stellenangebot für einen gerade entlassenen Drogensüchtigen wohl eher die Ausnahme. Jemanden, der dabei hilft, die Privatinsolvenz in die Wege zu leiten – zum Beispiel ein Sozialarbeiter oder ein Schuldnerberater – ist von höchster Wichtigkeit. Das Hartz IV Gesetz fängt die Ex-Süchtigen auf, doch ist das sicher alles andere als befriedigend. Harter Kampf, Geduld und Durchhaltevermögen trotz sicherer Rückschläge, vor allem bei der Stellensuche, sind nun zu schultern. Dabei kann es leider auch oft zum Rückfall kommen, denn die Kraft, die Jahre der Insolvenz, des finanziellen Minimums und den unerfüllten Wünschen im Leben wird auch nach einem Entzug noch einige Zeit andauern.

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